Wing Tsun effektiver Selbstschutz durch Vorwärtsverteidigung

Wing Tsun ist in kurzer Zeit erlernbar, da es aus wenigen Grundtechniken mit nahezu unendlichen Kombinationsmöglichkeiten besteht und keine Körperkraft oder besondere Gelenkigkeit erfordert. Daher ist Wing Tsun für jeden geeignet.

Im Wing Tsun sind keine Körperkraft oder besondere Gelenkigkeit erforderlich

  • Wing Tsun wurde von einer Frau entwickelt
  • In der Regel werden keine hohen Tritte angewandt
  • Man geht nach dem Keilprinzip vor (wortwörtlich)
  • WT-Bewegungen sind gesund und bis ins hohe Alter ausführbar

Wing Tsun ist systematisch anhand Kraft- und Kampfprinzipien aufgebaut

  • Prinzipien, die im Alltag umsetzbar sind
  • Überlegene Technik statt rohe Gewalt

Viele WT-Übungen bringen eine bessere Verbindung beider Gehirnhälften hervor. Dadurch wird im Alltag eine höhere Aufnahmefähigkeit und ein besseres Wohlbefinden erreicht.

Geschichte des Wing Tsun

Wing Tsun ist eine circa 300 Jahre junge chinesische Kampfkunst und in ihrer geschichtlichen Entstehung eng an das traditionelle Kung-Fu gebunden, ganz speziell an die Kampfkunst aus dem (heute nicht mehr existenten) südlichen Shaolin-Kloster. Während dessen Zerstörung durch einen verheerenden Brand konnten die sogenannten „Fünf Älteren“, die führenden Meister der Shaolin-Kampfstile, entkommen und sich der anschließenden Verfolgung entziehen. Ng Mui gehnörte zu dieser kleinen, aber ganz besonderen Gruppe und ist, zumindest der Legende nach, die Gründerin unserer, zu jenem Moment noch namenlosen, Kampfkunst. Sie hat Wing Tsun speziell für den Zweck entwickelt, den anderen sogenannten „harten“ Stilen überlegen zu sein.

Ng Mui entschloss sich, ihre neu entwickelte Kampfkunst an die junge Frau Yim Wing Chun weiterzugeben, damit sie sich gegen den Schläger ihres Dorfes wehren konnte. Nachdem Yim Wing Chun von ihrer Meisterin vollständig eingewiesen war, hat sie den besagten Schläger in einem Zweikampf besiegen können. Der Name Wing Tsun stammt also von der ersten Schülerin der ursprünglichen Entwicklerin unserer Kampfkunst.

Das Wing Tsun wurde dann über mehrere Generationen weitergegeben, und zwar an den letzten exklusiven Meister, dessen Name Yip Man (Ip Man) war. Yip Man ist für die allgemeine Verbreitung des Wing Tsun verantwortlich, denn er war der erste Meister, der das Unterrichten seines Wissens und Könnens nicht nur öffentlich, sondern auch im großen Stil gemacht hat. Yip Man hatte sehr viele Schüler, wobei darunter der mit Abstand bekannteste Bruce Lee war. Einer der Schüler seines engeren Kreises, und heute auch ein Großmeister, ist GGM (Great Grand Master) Leung Ting.

GGM Leung Ting wiederum hatte seinen eigenen engen Kreis von Schülern, wobei einer der wahrscheinlich prominentesten GM (Grand Master) Keith R. Kernspecht ist. Keith R. Kernspecht hat im Jahre 1976 die Europäische Wing Tsun Organisation (EWTO) unter dem Dachverband International Wing Tsun Association (IWTA) von GGM Leung Ting gegründet und für eine lauffeuerartige Verbreitung des Wing Tsun in Europa gesorgt.